Das Lausitzer

Barockensemble

Das Lausitzer Barockensemble wurde Ende 2016 in Görlitz-Zgorzelec mit Musikern von beiden Seiten der Neisse gegründet, junge Künstler, welche die Liebe zur Alten Musik teilen und die gern gemeinsam musizieren. Sie befassen sich mit der musikalischen Geschichte der Region und möchten vor allem unbekannte bzw. vergessene Werke der polnischen und deutschen Renaissance und des Barock wieder zum Leben erwecken. Ihr erster Auftritt war Georg Philipp Telemann gewidmet, einem der wichtigsten Komponisten des mitteldeutschen Barock, der viele europäische Einflüsse in seiner Musik vereinte und besonders der polnischen Volksmusik zugetan war, die ihn im Zuge seiner Tätigkeit am Hof des Prinzen von Promnitz in Pless und Sorau zu zahlreichen Kompositionen inspiriert hat.  So ist das Ensemble u.a. im Rahmen des Telemann-Jubiläums in Sorau im Juni 2017 aufgetreten sowie in den Barockschlössern Rammenau und Hainewalde in der Oberlausitz.

Im Jahr 2018 ist eine kleine Trio-Formation des Ensembles in der ehemaligen evangelischen Kirche in Ruszow mit polnischen und deutschen Barockmusik-Kompositionen aufgetreten. Ebenso in der Stiftung OP-ENHEIM in Breslau mit Barockmusik jüdischer Komponisten als Teil der Veranstaltung zur Präsentation des Buches  „Jüdisches Leben in Breslau”  von Dr. Herzig (Dezember 2018). Sehr erfolgreich ist eine anschließende Konzertreihe verlaufen, bei der das Ensemble im Schloss Rammenau, im Bürgersaal Zittau und in der Krypta der Peterskirche in Görlitz gespielt hat. Im Jahr 2019 ist das Ensemble im Rahmen des Festivals KUS (Projekt INTERREG Polen-Sachsen) aufgetreten sowie bei der Eröffnung der Schlösserland Sachsen. Großer Erfolg war die Erstaufführung in modernen Zeiten der Oper von Antonio Lotti "Giove in Argo" im Rahmen der Feierlichkeiten für die 300 Jahren seit dem Planetenfest im September 2019 im Kurtheater in Bad Salzbrunn und im Palais in Großen Garten in Dresden. Das Konzert wurde im Jahr 2020 im Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz und die Städtische Landes und Universitätsbibliothek in Dresden wiederholt.

Künstlerische Leiterin und Manager des Ensembles ist Eleni Ioannidou.

Konzertmeister ist der bekannter Barock-Violinist Enrique Gómez-Cabrero Fernández.

Feste Solistin des Ensembles ist die Blockflötistin Susan Joseph.

Feste Mitglieder: Kacpar Szpot (Barockvioline), Annette Rössel (Barockvioline), Magdalena Borkowska (Viola), Szczepan Dembiński (Barock Cello), Adam Piotr Rorat (Cembalo), Theorbe: Frank Pschichholz.

Weitere Teilnehmer: Helmut Riebl (Barockvioline), Karolina Habalo (Barockvioline), Bettina Wittke (Barockvioline), Seijon Kim (Barockvioline), Katarzyna Czubek (Oboe), Hanna Piasna (Oboe), Rafael Gärtig (Traverso-Flöte), Martin Brendel (Fagott), Ela Kaluchiewicz (Barockcello), Alexander Göpfert (Kontrabass),  Radosław Orawski (Traverso-Flöte), Mateusz Cendlak, Krzysztof Bielasik (Waldhörner).

Die Musiker

Enrique Gomez-Cabrero Fernandez

Konzertmeister, Barockviolinist

Enrique wurde in Spanien geboren. Nach seinem Geigenstudium am Francisco Comesaña Madrid im Jahr 2005 veranlasst ihn sein Interesse an historischen Aufführungen, Barockvioline im Koninklijk-Konservatorium in Den Haag bei Ryo Terakado zu studieren, wo er 2010 seinen Abschluss machte.

Er studierte und erhielt Meisterkurse bei einigen der Koryphäen für Alte Musik wie Enrico Gatti, Hiro Kurosaki, François Fernandez, Elisabeth Walfisch, Mira Glodeanu, Ton Koopman usw.

Er spielte mit Gruppen wie La Ritirata, Banchetto Musicale, Barockorchester der Niederlande und ist Konzertmeister und Solist von Contrasto Armónico, mit dem er mehr als 10 CDs aufgenommen hat. Er spielte auch als Konzertmeister mit dem Concerto Barocco und Damaskus Barock Solisten und ist Mitglied der Solisten der Capella Enrico Stuart in Rom. Er hat in einigen der besten Konzertsäle, Festivals, Radios und Fernseher in Europa, Amerika und im Nahen Osten gespielt.

Er unterrichtet regelmäßig an mehreren Sommerkursen in der Tschechischen Republik, Polen und

Kanada und war Gastlehrer am Damaskus-Konservatorium.

Er ist Gründer und künstlerischer Leiter des Barockensembles "La Villanesca" und Dirigent des "Lausitzer Barockensembles". 2019 gab er sein Debüt als Operndirigent in Polen und Deutschland, wo er die Erstaufführung in modernen Zeiten des Melodrama pastorale "Giove in Argo" von Antonio Lotti aufführte.

In seiner Freizeit ist er auch Komponist.

Susan Joseph

Solistin, Blockflöte

Susan Joseph wurde in Leipzig geboren und erhielt dort an der Musikschule „Johann Sebsatian Bach“ eine umfassende musikalische Ausbildung in den Fächern Klarinette, Blockflöte und Klavier. Nach dem Abitur studierte sie an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig sowohl Klarinette/Orchestermusik bei Prof. Wolfgang Mäder als auch Blockflöte/Alte Musik bei Prof. Robert Ehrlich. Nach den Diplomprüfungen - beide mit Auszeichnung - folgte ein Aufbaustudium für Klarinette an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar bei Prof. Martin Spangenberg, welches sie 2005 mit dem Konzertexamen abschloss.

Susan Joseph war von 2005 - 2019 Mitglied in der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach, zunächst als stellv. Soloklarinettistin, bald darauf als Soloklarinettistin.

Seit 2015 lebt und arbeitet sie in Görlitz als vielseitige Musikerin und Pädagogin. Mit den beiden Instrumenten Klarinette und Blockflöte kann sie in unterschiedlichste Stilrichtungen der vergangenen 500 Jahre eintauchen und nutzt dies für zahlreiche Projekte mit wechselnden Kammermusikbesetzungen.

Susan Joseph ist u.a. festes Mitglied im „Lausitzer Barockensemble“, welches sich als deutsch-polnisches Ensemble für regionales barockes Kulturerbe einsetzt.

Szczepan Dembiński

Barockcello

Szczepan Dembiński 1993 in Lubin, geboren, begann bereits in jungen Jahren verschiedene Bass-Streichinstrumente zu spielen. Seine musikalische Karriere startete er bereits als Jugendlicher mit dem Mittelalter-Ensemble „Rocal Fuza, in dem er u.a. Fiedel spielte. Mit acht Jahren begann Szczepan seine Cello-Ausbildung an der Musikschule Stanisław Moniuszko in Jelenia Góra. Nach Abschluss seiner Ausbildung bei Halina Buszyńska begann er 2011 sein Barockcello-Studium an der Akademie für Musik Karol Lipinski in Breslau in der Klasse von Bartosz Kokosza, das er 2019 beendete. Im Rahmen eines Erasmusaufenthaltes studierte er im Studienjahr 2018/19 an der Musikhochschule „Pôle Alienor“ in Poitiers, Frankreich in der Klasse von Hilary Metzger. Zahlreiche Meisterkurse bei Rachel Podger, Alison McGillivray, Markus Möllenbeck, Ageet Zweistra und Jakub Kościukiewicz ergänzten seine musikalische Ausbildung. Szczepan ist mehrfacher Preisträger bei Jugendwettbewerben. Er gewann zahlreiche Preise beim Festival Schola Cantorum in Kalisz und beim Wettbewerb „Musical Impressions Bydgoszcz". Szczepan konzertiert als Solist sowie als Kammermusiker in unterschiedlichen Besetzungen. Er ist Gründer und musikalischer Leiter des Ensembles „Serenissima Res Publica“, sowie Mitglied von "Ensemble Baroque du Poitou", „das Lausitzer Barockensemble“, „Oak Brothers“, „Project ´93“, und „Green Core“. Im Jahr 2017 veröffentlichte Szczepan mit „Oak Brothers“ seine erste CD „Immortal Chords" und 2019 wirkte er bei der CD des „Lausitzer Ensembles“ „Telemann, Crossing Borders“, mit. Seine rege Konzerttätigkeit führte ihn über Polen hinaus nach Deutschland, Frankreich und nach Österreich. Neben seiner Tätigkeit als Instrumentalist, betätigt sich Szczepan auch erfolgreich als Komponist. Seine rege Konzerttätigkeit führte ihn über Polen hinaus nach Deutschland, Österreich, Frankreich, die Slowakei und nach Tschechien.

Seit einigen Jahren beschäftigt sich Szczepan auch mit dem Instrumentenbau, auf dem Schritten seines Vaters Ryszard Dembinski, in dessen Werkstatt in Bad Fliensberg (Swieradów Zdrój). Er spezialisiert sich aktuell in der Herstellung von Bogen für historische Streichinstrumenten.

Kacper Szpot

Barockvioline

Magdalena Borkowska

Bratsche

Adam Piotr Rorat

Cembalo

Frank Pschichholz

Theorbe

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